Mittelformatliebe! Mein erster Rollfilm wurde entwickelt.

Vor etwa zwei Stunden wollte ich mich auf mein Fahrrad schwingen und eine kleine Runde drehen. Zuvor habe ich noch kurz in den Briefkasten geschaut – eigentlich nur um die sonntägliche Werbeflut zu entsorgen – und was finde ich: Post aus Hamburg vom Fotolabor Jan Kopp! Mein erster Rollfilm kam von der Entwicklung zurück. Also habe ich den Umschlag in meine Tasche gepackt, bin losgeradelt und habe den großen Moment etwas später auf einer Bank am Wegesrand zelebriert.

Was soll ich sagen. Ich bin überglücklich – ich könnte meine DSLR aus dem Fenster werfen vor Freude! Kennt ihr das Gefühl wenn Erwartungen übertroffen werden? Genau dieses Gefühl war es, als ich die Negative im Format 6×7 cm betrachtet habe. Beim späteren Betrachten der gescannten Fotos, war die Freude fast noch größer und meine Faszination für die Qualität einer “so alten” Technik wurde noch einmal verstärkt.

Die Mittelformatfotografie ist für mich definitiv ein Schritt in die richtige Richtung und die Investition in die Mamiya RB67 Pro-S hat sich schon jetzt gelohnt. Der erste Film ist bei weitem nicht perfekt (vor allem was die Belichtung betrifft und die Motive sind auch nicht besonders spannend) – er ist dennoch Bestätigung und Ansporn zugleich!

Eine versehentliche Doppelbelichtung. Ich kann mir nur nicht erklären wie sie passieren konnte.

Immer wieder das gleiche Light Leak – ob die Filmkassette kaputt ist?

Das beste Beispiel für die sagenhafte Qualität! Doch auch hier, bei auf Hochformat gedrehter Filmkassette, sieht man das Light Leak – warum nur?

Nochmal ein Ausschnitt aus dem letzten Bild – einfach nur beeindruckend!

Fotografiert habe ich übrigens auf einem Ilford XP2 super 400 und die Belichtung wurde mit der App Photometer gemessen. Danke auch noch an Slow Dynamite, der mir den Tipp für die Entwicklung bei Jan Kopp gab.

13. Mai 2012 | Schlagwörter: , , , , , , , | 4 Kommentare

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Kommentare (4)

  1. Das Bild mit dem Fahrrad gefällt mir sehr. Es erinnert mich an die Fotografien der Okkultbewegungen des späten 19. Jh. über die ich im rahmen eine kulturgeschichtlichen Seminars „geforscht“ habe.

  2. Absolut fantastisch, ich kann deine Euphorie absolut nachvollziehen – das macht wirklich Lust auf mehr!
    Und die Doppelbelichtung macht die Aufnahme/n ziemlich interessant.

    Bin mal gespannt – ich warte gerade auf die Entwicklung eines seit 8 Jahren abgelaufenen FP4s den ich die Woche mit meiner A-1 geschossen hab. Mal sehen ob da noch irgendwas brauchbares bei rumkommt. :)

    • Ich denke du wirst kaum einen Unterschied zu einem nicht-abgelaufenen Film sehen. So war es zumindest bei mir bisher immer. Ich habe noch einen seit 1991 abgelaufenen Kodak TMAX ich weiß nur nicht so recht wofür ich den mal verwenden soll.

  3. Ich hab zwar mit der Mamyia RB67 keine Erfahrung, aber mich würde es nicht wundern, wenn das Lightleak schlicht von einer mangelnden Dichtung zwischen Filmkassette und Kamera-Body kommt. Bei meiner Kiev 88 habe ich da immer selbst nachgeholfen, indem ich Schaumstoff oder Samtvelour angeklebt habe. Nun ist eine Kiev keine Mamyia; aber auch Mamyias, Hasselblads und andere Kameras sind nicht unbedingt vor solchen Problemen gefeit, denke ich.

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