Kategorie: david bowie
… in einer phantastischen Akustik-Version, leider nicht die, die ich gern gezeigt hätte. Trotzdem zum dahinschmelzen toll!
Ikonen. Stil. Anmutung.
Etwas videolastig derzeit hier, ich weiß. Doch Bowie gab es schon lange nicht mehr und weil ich gerade bei diesem Song auf der DVD angekommen bin und mir so langsam die Tränen in den Augen stehen, hier nun dieses Video.

Wer wird diese Platte wohl vor mir in den Händen gehalten haben? Wie kam diese Person dazu? Stand er oder sie vielleicht, in freudiger Erwartung, am 7. November 1969 vor einem Plattenladen irgendwo in England um diese Erstpressung von David Bowies “Space Oddity” zu kaufen? Um sie anschließend, so wie ich heute, am heimischen Plattenspieler zu genießen? War es einer der kreischenden Teenies, die man in den Konzertvideos von damals™ sieht oder jemand, dem die Platte gar nicht so gut gefiel – schließlich hat er sie irgendwann wieder verkauft und sie konnte ihren Weg zu mir antreten?
Fast alle meine Platten sind gebraucht, viele davon älter als ich. Grundsätzlich stelle ich mir die Frage, wie sie den Weg zu mir fanden, wer sie vor mir gehört hat, bei welchen Gelegenheiten, mit welchem Empfindungen? Wenn die LPs doch ihre Geschichte erzählen könnten …

David Bowie wusste sicherlich nicht, dass ich eines Tages, an einem grandios sommerlichen Samstag über einen Flohmarkt in Heilbronn schlendern würde, um dort zufällig auf eine Erstpressung seines Albums “Space Oddity” zu stoßen. Doch genau das tat ich am vergangenen Samstag. Natürlich habe ich es gekauft, das sogar wie ich finde recht günstig – doch eigentlich steht eben dieses Album als Vinyl seit einigen Jahren in meinem Plattenregal und eigentlich ist diese Platte auch nicht gerade ein Meisterwerk – abgesehen von einem Song: Space Oddity! Genau dieser Song, hat auf meinem bisherigen Exemplar einen Kratzer, das machte ihn unhörbar und die Platte damit (fast) wertlos. Dabei ist dieser Song in vielerlei hinsicht von Bedeutung für mich und ihn nun in seinem wunderbaren Vinylsound genießen zu können ist unbeschreiblich schön.
Schon wenn sich die Plattennadel senkt und das leise Rauschen und Knistern ertönt, durchströmt mich immer ein Gefühl von Verbundenheit mit der Musik, wenn die ersten Takte erklingen und sich der Song langsam aufbaut, kann ich mir kaum schöneres vorstellen und genieße einfach den Moment. Für einen kurzen Augenblick allem entschwinden … wie Major Tom.
